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Enno Stapelfeld – Obstbauer aus Leidenschaft Ein Portrait
Geprägt von weiten, grünen Weiden schmiegt sich das Kehdinger Land idyllisch entlang der Deichlandschaft zwischen Moor und Elbe. Hier in Drochtersen, nahe der renaturierten Hochmoorflächen, liegt der Biolandbetrieb von Enno Stapelfeld, der seit 100 Jahren im Besitz der Familie ist. Der Umgang mit Obst ist aus seinem Leben nicht weg zu denken - schon als Stepke gehörte das ungeliebte Fallobstsammeln zum Alltag. Das Pflücken der Äpfel war da schon ein Aufstieg, das Trecker fahren der Apfelkisten war aber zweifellos der stolzeste Job auf dem großelterlichen Betrieb.
Nach Lehr- und Wanderjahren in Australien und Neuseeland entschloss sich Enno Stapelfeld den Familienbetrieb von Rindermast und Grünlandwirtschaft komplett auf Obstanbau umzustellen.
Heute bewirtschaftet der Diplom Agraringenieur und gelernte Landwirt die 10 ha große Kern- und Steinobstplantage professionell nach Biolandrichtlinien.
Die Nachfrage bestimmt auch im Obstbau die Sorten, doch für Enno Stapelfeld ist der Erhalt der alten Apfelsorten, wie der Celler Dickstiel, der Finkenwerder Herbstprinz, der Glockenapfel und der Ingrid Marie ein besonderes Anliegen. "Die Gene dürfen nicht verloren gehen, um die Sorten- und Geschmacksvielfalt zu erhalten." So finden sich neben den niederstämmigen Bäumchen auch zahlreiche Hochstammsorten, die zum Teil schon seit 1935 hier wachsen.
Die Bestäubung der Blüten ist besonders entscheidend für den Erfolg des Obstbauers. Die Obstflächen sind so angelegt, dass eine Windbestäubung stattfinden kann. Als zusätzliche Helfer werden Bienenvölker vom benachbarten Imker aufgestellt. Damit auch die frühe Blüte bei noch niedrigen Temperaturen bestäubt wird, werden Hummelvölker ausgesetzt. Die wandern nach getaner Arbeit ab und müssen jedes Jahr neu gekauft werden.
Dünger kommen bei Enno Stapelfeld kaum zum Einsatz. Die Stickstoffmobilisierung erfolgt durch das Wenden der Grassode über den Wurzeln. Dadurch wird der Boden belüftet und ausreichend Stickstoff aus der Luft zugeführt. Reicht dies für die Versorgung der Bäume nicht aus, kommen höchstens organische Dünger wie Maiskeimpellets zum Einsatz.
Neben der Erntezeit ist die Zeit des Obstbaumschnitts die arbeitsintensivste Zeit, dann benötigt der Familienbetrieb Saison- und Aushilfskräfte. Die Auslieferung der Früchte übernimmt Enno Stapelfeld am liebsten selber, denn der persönliche Kontakt zu seinen Kunden, ist ihm besonders wichtig. Da wird dann auch gern ein bißchen geschnackt.
Nicht Fallobst, sondern eine exquisite Mischung aus besonders schmackhaften Sorten sind das Geheimnis von Enno Stapelfelds selbst gepressten Apfelsaft.
Lust auf ein Schlückchen feinsten ungezuckerten Apfelsaft? Jetzt gibt es im Hofladen und im Lieferservice frischen Apfelsaft aus der neuen Ernte.
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