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28.11.2004:

Biologischer Wein - Anbau und Verarbeitung

Für die langen Abende und die nahenden Feiertage haben wir in allen Verkaufsstellen besondere Weine aus biologischen Anbau für Sie ausgewählt.
Lange war die Auswahl an ausgezeichneten Bioweinen sehr begrenzt. Inzwischen gibt es aus allen Spitzenanbaugebieten der Welt hervorragende Weine.

Doch wo liegen die Unterschiede zum konventionellen Anbau?

Ziel des ökologischen Weinbaus ist die Herstellung eines guten und reinen Weins, bei dessen Anbau und Herstellung jede unnötige Umweltbelastung des Weinbergs und seines Ökosystems vermieden wird.

Im ökologischen Weinbau wird statt der Anwendung synthetischer Dünge- und Spritzmittel ein biologisches Gleichgewicht im Weinberg angestrebt. Dazu wird die Widerstandskraft der Reben gefördert und ein günstiges Klima für die natürlichen Feinde der Schädlinge geschaffen. Durch Einsaat von Gründüngern, schonende mechanische Bodenbearbeitung, gezielte Düngung mit Komposten und organischem Material und den Verzicht auf übertrieben hohe Erträge erhält er langfristig einen gesunden, fruchtbaren Boden. Ein gewisser Ausfall durch Schädlinge und Krankheiten wird toleriert. Notfalls werden diese mit Spritzbrühen auf Kräuterbasis bekämpft

Die geringen Erträge und der schonende Ausbau lassen zumeist konzentrierte, sortentypische und charaktervolle Weine entstehen.

Im Keller läßt der Winzer seine Weine durchgären. Er verzichtet auf die meisten im konventionellen Weinbau zulässigen Schönungs- und Hilfsmittel. Die Weine werden mit natürlichem Bentonit oder Eiweiß geklärt, gefiltert wird mit asbestfreien Schichtfiltern.

Die für einen stabilen, transportfähigen Wein unerläßliche Schwefelzugabe liegt um mindestens 1/3 unter den zulässigen Werten, zumeist aber noch niedriger.

Der Begriff ökologische Erzeugung und die entsprechende Kontrolle sind seit 1992 in einer EG-Verordnung festgelegt.

Einmal jährlich wird jeder Betrieb kontrolliert. Die Kontrollen dürfen nur von unabhängigen, staatlich zugelassenen Kontrollstellen durchgeführt werden. Jeder echte Öko-Betrieb kann also Jahr für Jahr ein Zertifikat vorweisen. In der Regel wird dieser Sachverhalt unter Nennung der Kontrollnummer auf der Flasche angegeben. Missbrauch ist mit Einführung der Verordnung so gut wie ausgeschlossen.

Na, dann Prost und viele gemütliche Abende bei einem guten Gläschen Wein!