Rosenkohl hat jetzt Hochsaison
Eine alte Bauernregel besagt, dass Rosenkohl Frost abbekommen muss bevor er geerntet werden sollte. Tatsächlich nimmt der hohe Gehalt an Vitamin C durch den Frost ab. Gleichzeitig wird er aber bekömmlicher und feiner im Geschmack, denn der Frost macht die in den Blättchen steckende Zellulose leichter verdaulich und wandelt seine Stärke durch den Frost in Zucker um. Unsere Großmütter kochten ihn so lange bis er weich und pappig und nur noch ein Hauch an Vitaminen übrig war. Dabei wird Rosenkohl in Butter gedünstet zu einer wahren Delikatesse. Dazu gibt man ihn tropfnass in einen Topf mit heißer Butter und lässt ihn bei milder Hitze garen. 15 Minuten Garzeit reichen, dann hat er noch Biss, ist am gesündesten und schmeckt einfach unwiderstehlich. Ein Tipp aus der feinen Küche: damit die oft unterschiedlich dicken Köpfchen gleichmäßig garen, schneidet man sie am Strunk kreuzförmig ein. Mögen Sie den Rosenkohl lieblicher, dann geben Sie eine Prise Zucker dazu. Salz, frisch gemahlener Peffer und Muskat sind die passenden Gewürze. Mit etwas Zitronensaft oder einem Schuss Madeira runden Sie das feine Kohlaroma ab. Besonders gut zu Rosenkohl passen Maronen, Schalotten und eine milde Käsesauce. Und so gesund ist Rosenkohl: Außer Vitamin C enthält Rosenkohl Carotin, Vitamin B und viele Mineralstoffe wie Eisen, Kalzium und Kalium. Da lohnt sich doch die Arbeit die vielen kleinen Röschen zu putzen. Wir wünschen Ihnen gutes Gelingen und guten Appetit!
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