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10.08.2007:
Ferien auf dem Landgut La Selva in der Toscana
Ein Reisebericht von Mareike Imbt
Drei Monate wollte Anna Ernst aus München bleiben, für ein Praktikum in der damals noch exotischen biologischen Landwirtschaft.
Das war vor 25 Jahren – heute zeigt sie uns bei einem Rundgang, was alles wächst bei La Selva in Italien.
Auch den Email Kontakt für die Zimmerreservierung hatte ich mit ihr. Und jetzt mache ich mit meiner großen Tochter Ferien auf dem Bio-Landgut in der Maremma, den südlichsten Zipfel der Toscana.
Im Juli ist Basilikumzeit, jeden Morgen wird das frisch gewaschene Kraut auf großen Trockentischen ausgebreitet, in der Sonne getrocknet und abends nochmal gewaschen.
So läuft es durch die Schneidemaschine, wird mit Olivenöl, Knoblauch und Käse gemischt, und fertig ist das Pesto.
Der Geruch ist betörend, jeden Abend kochen wir in der großen Gemeinschaftsküche Nudeln mit Pesto Toscano, dazu Tomatensalat und Pecorino, alles aus dem Hofladen im Erdgeschoss.
Teuer ist es nicht im Agriturismo, der italienischen Variante von Urlaub auf dem Bauernhof, und zum Strand Osa sind es nur 3 Kilometer.
Im bergigen Hinterland gibt es mittelalterliche Ortschaften und etruskische Ausgrabungen zu entdecken, echten Tourismus gibt es nicht in dieser Gegend. Zum Wandern bietet sich der Naturpark in 10 Kilometer Entfernung an – aber nicht im Juli.
Am Donnerstag um fünf ist Ortstermin in der Cantina La Selva, dem Weinkeller. Auf den schweren, fruchtbaren Böden reift gerade die Sangiovese Traube, die im September in die jetzt leeren riesigen Stahltanks wandern, um zu kräftigem Rotwein zu werden. Ein Teil der Ernte wird noch ein Jahr in französischen Eichenfässern "ausgebaut".
Bei der Weinprobe gibt es den weißen und roten Wein, dazu viele Tomatenleckereien und Käse, alles von La Selva angebaut und verarbeitet.
Die Baumreihe aus Zypressen und Pinien, die das Weinflaschenetikett zieren, gibt es wirklich. Sie wächst zwischen Feldern und der kleinen Straße zum Hof.
Abends sitzen wir mit bayrischen Biobauern auf der Terrasse, der beständige Wind sorgt für angenehme Abkühlung. Morgen früh gibt es wieder die frisch gepflückten Pfirsiche aus dem Obstgarten, der sich zum Abendspaziergang anbietet.
Wir kommen wieder!
Mareike Imbt
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